EVD mit dem Rücken zur Wand

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Auch Spiel zwei der Serie gegen Selb ging für die Füchse Duisburg verloren. Wieder nur mit einem Tor, wieder äußerst knapp. Am Ende hieß es in der KENSTON ARENA vor fast zwei Tausend Zuschauern 4:3 nach Verlängerung für die Selber Wölfe.

Duisburg legte los, wie die Feuerwehr. Schon in der ersten Minute versucht Verelst Deske von hinten anzuschießen, doch Selb hielt den Kasten noch sauber. Die Slanina-Reihe wirbelte die Wölfe teils schwindelig und schon beim nächsten Wechsel zaubern Beck und Berzins. Sie treffen aber das leere Tor nicht. Von Selb gibt es erst in der 9. Minute etwas Näherung zum Duisburger Tor. Auf der anderen Seite versucht sich erneut Verelst. Einen ersten richtigen Warnschuss gaben die Selber Wölfe in der 13. Minute ab. Piwowarczyk trifft aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz. Die letzten Minuten gehörten dann wieder ausschließlich den Füchsen Duisburg. Pisarik bedient Huebscher, der aber beim Schussversuch ausrutscht. Noch in der gleichen Minute zieht Habermann noch vor der blauen Linie stehend ab. Die Scheibe wird abgefälscht und flattert an Deske vorbei zum 1:0 für die Füchse Duisburg.

Der Start ins zweite Drittel ist ebenso vielversprechend, wie das Ende des ersten Spielabschnitts. Endlich schlenzt Walkowiak mal nicht, sondern gibt einen Schlagschuss vom Feinsten von der blauen Linie ab. Der Sonntagsschuss landet im Giebel des Selber Tores zum 2:0 für die Füchse Duisburg. Spiel im Griff, zwar zu wenige Tore gemacht, aber alles im Lot in der KENSTON ARENA! Pisarik für Duisburg und Moosberger für Selb machen nochmal Alarm vor des Gegners Tor. Dann ist es erneut Pisarik mit einer Chance für Duisburg. Die aber ungenutzt bleibt. Selb kontert und fährt mit 3 auf 2 auf das Duisburger Tor zu. Hördler spielt Piwowarczyk in den Schläger und es steht nur noch 2:1 für die Füchse. Duisburg macht weiter Druck. Beck schießt knapp vorbei und Neugebauer hat Pech beim Nachschuss. Dann zieht Selb eine Strafe. Überzahl für Duisburg. In der Überzahl-Situation passt niemand auf Kolb auf, der markiert den Ausgleich in Unterzahl. Eine weitere Strafe gegen Selb sorgt für eine 5gegen3-Situation für die Füchse. Die Scheibe fliegt mehrfach Richtung Deske, aber leider nicht ins Netz. Duisburg lässt die Überzahl liegen und mit dem 2:2 geht es in die zweite Drittelpause.

Slanina und Berzins haben die ersten Chancen im Schlussabschnitt. Doch Duisburg kassiert auch Strafen. Und als in der 50. Minute Selb in Überzahl spielen darf, dauert es nur wenige Sekunden und die Gäste gehen mit 3:2 in Führung. Duisburg macht jetzt noch mehr auf und muss sich Konter der Selber Wölfe gefallen lassen. Mathis steht aber seinen Mann und kann gegen Moosberger, Mudryk und Stöber sensationelle Paraden auspacken. Die Minuten verrinnen, Duisburg wirft alles nach vorne. Strafe gegen Selb. Überzahl Duisburg. Ziolkowski auf Pisarik, der quer auf Slanina und Tor für die Füchse. 3:3, die Chance auf den Ausgleich in der Serie ist wieder da. Strafen auf beiden Seiten folgen. Selb ist 30 Sekunden früher komplett und hat die letzten Sekunden des dritten Drittels Überzahl. Doch Duisburg bleibt sauber und es geht in die Verlängerung!

Sudden-Death! Jeder Fehler wird bestraft und kann das Spielende bedeuten. Stöber prüft Mathis, doch der Duisburger Schlussmann spielt fast fehlerlos. Duisburg mit Überzahl, die Möglichkeit auf den Siegtreffer. Doch was sie auch versuchen, das Überzahlspiel klappt in diesen Minuten nicht gut. Als Selb gerade wieder komplett ist unterläuft Nägele der Fehler des Spiels. Sein Pass in der Vorwärtsbewegung wird von Selb abgefangen. Pass auf Mudryk, der läuft alleine auf Mathis zu und schiebt die Scheibe an ihm vorbei zum 4:3-Siegtreffer in der 5. Minute der Verlängerung. Hängende Köpfe bei den Füchsen Duisburg und Selber Wölfe, die ihr Glück kaum fassen konnten.

Dienstag kommt es zum dritten Aufeinandertreffen der beiden Teams. Duisburg steht mit dem Rücken zur Wand. „Do or die“ heißt die Devise, sonst endet die Saison früher als erwartet. Nur bei einem Sieg am Dienstag geht es am Freitag um 19:30 in der KENSTON ARENA weiter. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Füchse Duisburg – Selber Wölfe 3 : 4 n.V. (1:0/1:2/1:1/0:1)

16. Minute – 1:0 Habermann (Verelst/Walch)
22. Minute – 2:0 Walkowiak (Beck/Berzins)
28. Minute – 2:1 Piwowarczyk (Hördler/Kremer)
32. Minute – 2:2 Kolb (Piwowarczyk/Gare) (Unterzahl)
50. Minute – 2:3 Moosberger (Mudryk/Müller)
57. Minute – 3:3 Slanina (Ziolkowski/Pisarik)
65. Minute – 3:4 Mudryk

Zuschauer: 1849

Strafen: Füchse Duisburg – Selber Wölfe

Aufstellung Füchse: Christoph Mathis (Philip Lehr) – Mike Schmitz, Marius Nägele, Yannis Walch, Thomas Ziolkowski, Aron Beally, David Cespiva, Finn Walkowiak – André Huebscher, Armands Berzins, Björn Barta, Viktor Beck, Pavel Pisarik , Jari Neugebauer, Marco Habermann, Sam Verelst, Robin Slanina, Cornelius Krämer, Dennis Gulda, Marco Clemens